Mc Kenzie
Das McKenzie-Konzept wurde von dem neuseeländischen Physiotherapeuten Robin McKenzie (geboren 1931) entwickelt zur speziellen Behandlung von Rückenschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden.
Die Ausbildung in diesem Konzept erfolgt mittlerweile in über 30 Ländern für Physiotherapeuten, Chirotherapeuten und Ärzte standardisiert. Es gehört zu den weltweit anerkanntesten Wirbelsäulen-Diagnose- und Therapieverfahren.
Das Konzept setzt primär aktive Bewegungen ein und reduziert gleichzeitig passive Verfahren wie manuelle Techniken auf ein Minimum. Der Patient wird angehalten seine Übungen, welche die habituelle Fehlhaltungen aufheben können, regelmäßig durchzuführen.
Im Nackenbereich handelt es sich im Allgemeinen um die Kopfvorhaltung. Im Brust- und Lendenwirbelbereich um eine Neigung zur Kyphose.
Im Halswirbelbereich gilt es zum Beispiel, mit einer Grundübung (Retraktion des Kopfes) die vermutlich nach hinten auf die Nervenaustrittslöcher drückenden Bandscheiben von den Nervenaustrittslöchern weg zu lagern und die Halswirbelsäule insgesamt zu strecken; im Lendenwirbelbereich werden Bandscheibenstörungen häufig durch Einsatz von unterschiedlichsten Bewegungsrichtungen zum Einsatz.
Hierzu gibt das Schmerzverhalten / die Schmerzbewegung des Patientenproblems die Behandlungsrichtung vor, nicht die Erwartungen oder Mutmaßungen unserer Therapeuten.
Ebenso spielt der Zustand des Gewebes (z. B. entzündet, verschoben, mechanisch verändert/vernarbt, sensibilisiert) eine maßgebliche Rolle beim Management des Patienten.
Durch die Behandlung soll sich der Schmerz abschnittsweise, anhaltend aus den Extremitäten zurückziehen und kann in der Nähe der Wirbelsäule deutlich stärker werden. Wenn dieses Phänomen auftritt, ist dies prognostisch günstig und richtungsweisend für die weitere Therapie.
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